Die bewegende Geschichte eines Herzphobiker

  • Titel:  Herzneurose! Panikattacken! Notaufnahmen!

  • UT: Die Angst sich zu verlieren

  • 1. Auflage 2011

  • Autor: Boerne

  • Verlag: Indigo Buchverlag

  • Seitenzahl:  305, geb., Abb.

  • Preis: € 19,90  (D, AT) CHF 25,-

  • ISBN-13: 978-3-00-026580-8


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Herzneurose! Panikattacken! Notaufnahmen!

Die entlarvende Krankengeschichte eines Herzphobikers und seiner vielen Leiden, der als okkulter Hypochonder eigentlich ein ganz normales Leben führen wollte. Wenn da nicht immer diese kleinen psychosomatischen Zwischenfälle wären, die einem Herzphobiker und Hypochonder mit ausgeprägten Todesängsten das Leben schwer machen und ihn an den Rand des Wahnsinns bringen.

Erst neulich eilte der leidgeprüfte Autor wieder in die Notaufnahme eines südostasiatischen Krankenhauses, wo sich das selbstdiagnostizierte multiple Organversagen als schmerzhafte, aber medizinisch harmlose Version eines Megakolons entpuppte. In einfachen Worten ausgedrückt: Der Autor litt an massiven Blähungen, nachdem er sich ungefähr 2 Liter einer asiatischen Gemüsesuppe einverleibt hatte.

Die unzähligen Einlieferungen des panischen Autors in die Notaufnahmen verschiedener Krankenhäuser machten ihn zu einer medizinischen Persona non grata. Die unter seinem Namen geführten Krankenakten trugen sämtlich einen roten Reiter mit dem drakonischen Vermerk: Hypochonder/Herzneurotiker – Kein Simulant! Indiziert: Weisse-Kittel-Therapie!

Fakt ist: Die Herzphobie ist eine psychosomatische Erkrankung mit vielen Facetten. Sie hat viele Gesichter und meistens nur eine Ursache, die tief in der kindlichen Vergangenheit der Betroffenen liegt und völlig verdrängt wird. Warum sind Männer zwischen 25 – 45 Jahren von Herzneurosen und Herzphobien und den vielen schillernden hypochondrischen Symptomen betroffen? Wofür steht „das Herz“ in der Psychosomatik? Trennung? Ablösung? Verantwortung? Überlastung?

Der Autor macht seine eigenen Erfahrungen mit seiner ausbrechenden Herzneurose, als er mitsamt seiner Familie nach Südostasien auswandert und in Deutschland alles hinter sich lässt. Alles? Er nimmt ein Burnout-Syndrom mit und erleidet prompt einen Zusammenbruch. Ein nahezu unlösbarer Trennungskonflikt entsteht. Die Herausforderungen am neuen Heimatort wachsen ihm bald über den Kopf. Er verliert die Kontrolle über seine Primärpersönlichkeit und verliert sich in der unkontrollierbaren Zerrwelt und den dunklen Schluchten seiner psychischen Persönlichkeitsstörung.

Er durchläuft manisch-depressiver Phasen. Ideenflucht und Grössenwahn kommen über ihn. Er glaubt, damit seine Herzneurose überwinden zu können und seine hypochondrischen Befürchtungen abzublocken. Unzählige Projekte entstehen in schlaflosen Nächten und werden nach kurzer Zeit wieder fallen gelassen, einhergehend und gekoppelt mit sexuellen Ausschweifungen und bedrückenden Verarmungsängsten.

Durch die Herzneurose  und ihre Symptome gerät der Autor psychisch in eine bis dahin nie gekannte geistige Dimension. Der Autor durchlebt seinen eigenen (Phantom)-Tod und beginnt langsam die verzahnten Mechanismen seiner Erkrankung zu verstehen.

Mit schwarzem Humor entlarvt der Autor seine eigenen Fehldiagnosen,  schildert Nahtoderfahrungen,  beschreibt seine schillernden Angstanfälle und die eingebildeten lebensbedrohliche Leiden.

Klappentext

An einem bestimmten Punkt angelangt musste ich mir sträflich eingestehen: Meine tiefste Angst war nicht der vermeintliche Herzanfall, mit dem ich routinemäßig in die Notaufnahme eingeliefert wurde. Offenbar übe ich mit diesem ritualisierten Verhalten nur den Ernstfall, um meine Seele zu stabilisieren, obgleich das ja völlig verrückt klingt.

Was ich wirklich fürchte, ruht viel tiefer!

Es ist der äußere Verlust den ich fürchte. Den Partner, die Mutter – mein Ansehen zu verlieren. Dieser Verlust erinnert mich schmerzlich daran, dass es in mir kein Fundament gibt, keine innere seelische Struktur die mich wieder auffängt –  auf die ich vertrauen kann.

Dieser äußere Verlust wird die wahren Dämonen entfesseln, meine tiefste Angst vor der vollständigen Auflösung meines Selbst, einer Vernichtung meiner Identität, die Angst nicht mehr da zu sein. Ausgelöscht zu werden!

Und dieser Tag kam…