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Herzneurose! Panikattacken! Notaufnahmen!
Die entlarvende Krankengeschichte eines
Herzphobikers und seiner vielen Leiden, der als
okkulter Hypochonder eigentlich ein ganz
normales Leben führen wollte. Wenn da nicht
immer diese kleinen psychosomatischen
Zwischenfälle wären, die einem Herzphobiker und
Hypochonder mit
ausgeprägten Todesängsten das Leben schwer
machen und ihn an den Rand des Wahnsinns bringen.
Erst neulich eilte der leidgeprüfte Autor wieder
in die Notaufnahme eines südostasiatischen
Krankenhauses, wo sich das selbstdiagnostizierte
multiple Organversagen als schmerzhafte, aber
medizinisch harmlose Version eines Megakolons
entpuppte. In einfachen Worten ausgedrückt: Der
Autor litt an massiven Blähungen, nachdem er
sich ungefähr 2 Liter einer asiatischen
Gemüsesuppe einverleibt hatte.
Die unzähligen Einlieferungen des panischen
Autors in die Notaufnahmen verschiedener
Krankenhäuser machten ihn
zu einer medizinischen Persona non grata. Die
unter seinem Namen geführten Krankenakten trugen
sämtlich einen roten Reiter mit dem drakonischen
Vermerk: Hypochonder/Herzneurotiker – Kein
Simulant! Indiziert: Weisse-Kittel-Therapie!
Fakt ist: Die Herzphobie ist eine
psychosomatische Erkrankung mit vielen Facetten.
Sie hat viele Gesichter und meistens nur eine
Ursache, die tief in der kindlichen
Vergangenheit der Betroffenen liegt und völlig
verdrängt wird. Warum sind Männer zwischen 25 –
45 Jahren von Herzneurosen und Herzphobien und
den vielen schillernden hypochondrischen
Symptomen betroffen? Wofür steht „das Herz“ in
der Psychosomatik? Trennung? Ablösung?
Verantwortung? Überlastung?
Der Autor macht seine eigenen Erfahrungen mit
seiner ausbrechenden Herzneurose, als er mitsamt
seiner Familie nach Südostasien auswandert und
in Deutschland alles hinter sich lässt. Alles?
Er nimmt ein Burnout-Syndrom mit und erleidet
prompt einen Zusammenbruch. Ein nahezu
unlösbarer Trennungskonflikt entsteht. Die
Herausforderungen am neuen Heimatort wachsen ihm
bald über den Kopf. Er verliert die Kontrolle
über seine Primärpersönlichkeit und verliert
sich in der unkontrollierbaren Zerrwelt und den
dunklen Schluchten seiner psychischen
Persönlichkeitsstörung.
Er durchläuft manisch-depressiver Phasen.
Ideenflucht und Grössenwahn kommen über ihn. Er
glaubt, damit seine Herzneurose überwinden zu
können und seine hypochondrischen Befürchtungen
abzublocken. Unzählige Projekte entstehen in
schlaflosen Nächten und werden nach kurzer Zeit
wieder fallen gelassen, einhergehend und
gekoppelt mit sexuellen Ausschweifungen und
bedrückenden Verarmungsängsten.
Durch die Herzneurose und ihre Symptome gerät
der Autor psychisch in eine bis dahin nie
gekannte geistige Dimension. Der Autor durchlebt
seinen eigenen (Phantom)-Tod und beginnt langsam
die verzahnten Mechanismen seiner Erkrankung zu
verstehen.
Mit schwarzem Humor entlarvt der Autor seine
eigenen Fehldiagnosen, schildert
Nahtoderfahrungen, beschreibt seine
schillernden Angstanfälle und die eingebildeten
lebensbedrohliche Leiden.
Klappentext
An einem bestimmten Punkt angelangt musste ich
mir sträflich eingestehen: Meine tiefste Angst
war nicht der vermeintliche Herzanfall, mit dem
ich routinemäßig in die Notaufnahme eingeliefert
wurde. Offenbar übe ich mit diesem
ritualisierten Verhalten nur den Ernstfall, um
meine Seele zu stabilisieren, obgleich das ja
völlig verrückt klingt.
Was ich wirklich fürchte, ruht viel tiefer!
Es ist der äußere Verlust den ich fürchte. Den
Partner, die Mutter – mein Ansehen zu verlieren.
Dieser Verlust erinnert mich schmerzlich daran,
dass es in mir kein Fundament gibt, keine innere
seelische Struktur die mich wieder auffängt –
auf die ich vertrauen kann.
Dieser äußere Verlust wird die wahren Dämonen
entfesseln, meine tiefste Angst vor der
vollständigen Auflösung meines Selbst, einer
Vernichtung meiner Identität, die Angst nicht
mehr da zu sein.
Ausgelöscht zu werden!
Und dieser Tag kam…
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